Ich wär so gern Decepticon

Andi

Diesen Beitrag verbrach Andi am 25. Juni 2009
Kategorie: Rezensionen | 1 Kommentar 



transformers

Einen Film von Michael Bay sehen ist wie Essen bei Mc Donalds. Man weiß in jedem Fall, was einen erwartet, wird selten enttäuscht, darf aber auch keine Überraschungen erwarten. Und manchen schmeckt Mc Donalds halt auch gar nicht. So spielt sich die breite Masse der ach so erfahrenen und anspruchsvollen Filmkritiker derzeit gerade wiedermal auf und verteufelt Transformers: Die Rache als Schund erster Güte und rezensiert dabei komplett am Kinopublikum vorbei, dass dem neuen Transformers allein in den USA mit 16 Millionen Besuchern in der Premieren-Nacht den zweiterfolgreichsten Start (nach The Dark Knight) der Filmgeschichte beschert.
Wir waren gestern auch in einer der Premieren-Vorstellungen, dieses Mal im Mathäser in München im fast ausverkauften Kino 6. Und Transformers II ist, wie ich es mir erwartet habe: Wie Teil 1 mit noch mehr Action, noch mehr Robotern, noch mehr Explosionen und noch mehr Witz.
Der Film übernimmt die Stärken des ersten Teils (Phänomenale Special Effects, brachiale Action, unterstützt und unterbrochen von einem sympathischen Cast, allen voran Shia LaBeouf und Megan Fox), erbt aber halt auch seine Schwächen (Überlänge, unübersichtliche und ausufernde Kämpfe, verschenktes Potential sowohl bei den menschlichen Darstellern als auch den Robotern).
Das alles macht aber gar nichts, denn (zumindest im Kino) wird’s keine Sekunde langweilig, zu bombastisch sind die Schauwerte, zu schön lacht es sich im Kollektiv über (zugegebenermaßen teilweise ausgelutschte und flache) Witze, zu viel Spaß macht die Zerstörungsorgie (die in ihrem gigantischen Ausmaß wohl erst durch Roland Emmerichs neuen Film 2012 übertroffen werden wird).

Zusammengefasst verhält sich Transformers II zu Transformers I wie der ähnlich krawallige Fluch der Karibik II zu seinem Vorgänger Fluch der Karibik von Bay-Spezi Jerry Bruckheimer: Mehr von allem und das reichlich.

Wer sich also nicht an lauten bunten Sommer-Blockbustern mit Logiklöchern und Krawall-Action stört, sondern gerne seicht und anspruchslos mit schönen Autos, schönen Frauen und schönen Zerstörungen unterhalten wird, der sieht sich Transformers: Die Rache ohnehin an. Alle anderen können ja in Helen gehen und in ihrem anspruchsvollem Programm-Kino schwelgen.

1 Kommentar 

  1. matthias
    am 26. Juni 2009
    1

    Ok, Transformers is nix für mich, aber bei Helen krieg ich auch selbstmordgedanken. 8o

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