Der seltsame Fall des Benjamin Button

Andi

Diesen Beitrag verbrach Andi am 6. Februar 2009
Kategorie: Rezensionen | 2 Kommentare 



Es gibt drei Filme, bei denen ich nicht umhin gekommen bin, ein Tränchen zu verdrücken. Der erste war dazumal Armageddon, als der Bruce auf dem Asteroiden steht und sich heroisch für die Menschheit opfert, der zweite Film ist Gladiator, dessen Ende einfach zu gut als dass das Auge trocken bliebe. Und der dritte Film, dem diese “Ehre” zu Teil wird ist: Der seltsame Fall des Benjamin Button.
Der ganze Film ist ein wunderbares Plädoyer dafür, jeden Moment so zu leben, als wäre es der letzte. Wenn den Protagonisten Benjamin (der als Greis auf die Welt kommt und rückwärts altert) und seiner großen Liebe Daisy in der Mitte des Films bewusst wird, dass sie genau einen Moment lang gleich alt sein werden und trotzdem beschließen, ein Leben zusammen zu verbringen, sogar ein Kind zu zeugen, dann möchte man sie am liebsten beglückwünschen für ihren Mut, Konventionen und Gewohnheiten zu durchbrechen, auf ihr Herz und nicht auf die Regeln der Gesellschaft zu hören.
Es liegt in der Natur des Plots, dass der Film kein Happy End im klassischen Sinn haben kann. Eine der letzten Szenen, in der die greise Daisy ihre große Liebe als sterbenden Säugling in den Händen hält, hat sich mir trotzdem unvergesslich eingebrannt und mich mehr bewegt als jedes zuckersüße Hollywood-Ende.
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist ein großer, bewegender Film, der sich von der Art her am ehesten mit Forrest Gump vergleichen lässt. Eine Ode auf die Schönheit des Augenblicks.

2 Kommentare 

  1. matthias
    am 6. Februar 2009
    1

    Klingt gut, wollte ich mir sowieso anschaun.

  2. Wasserwerk2000
    am 6. Februar 2009
    2

    Kein Film für mich, ich bin zu nahe am Wasser gebaut!

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