Eigentlich sollte ich Euch an dieser Stelle erzählen, wie denn der neue Sex and the City-Film so ist. Das war der Plan. Warum es am Ende dann doch nicht so kam und meine Schuhe voller Sand sind, das werde ich im folgendem schildern.
Er hier ist schuld. Daran dass ich überhaupt Sex and the City anschauen muss. Aber gut, versprochen ist versprochen und die Aussicht, den Film in München auf der Praterinsel in einer Preview zu sehen, von einem Liegestuhl aus, die Füße im Sand, schien mir ein annehmbarer Kompromiss. Dass es überhaupt dazu kam hat mit meinem ersten Besuch im Nektar in München zu tun und ist eine Geschichte, die demnächst hier auch noch erzählt werden wird, allerdings in einer etwas anderen Form. Doch ich schweife ab.
Stilecht begann der Abend wie fast alle guten Abende in München auf dem Balkon einer guten Freundin, deren Name aus Diskretion hier nicht genannt werden soll.
Erkenntnis 1: Sich küssende homosexuelle Männer sind nicht so ästhetisch wie homosexuelle Frauen weil, und jetzt kommts, es evolutionär in uns verwurzelt ist, dass der Mann als Samenspender ein Objekt der Begierde ist. Wenn ein Mann sich aber nun einem anderem Mann hingibt, zeugt dies von seinen Unwillen, seinen Samen zu verbreiten, was ihn evolutionstechnisch automatisch unattraktiv macht. Oder so.
Zwei Flaschen Prosecco und diverse nicht jugendfreie Tränkchen später.
Nach ein paar Umwegen und Wirrungen landen wir auf der Praterinsel, wo wir feststellen, dass es sich nicht wie gedacht um ein Open-Air Kino handelt, sondern die Preview in einem normalen Kino läuft, und dies nur die After-Preview-Party ist.
Erkenntnis 2: Eine Sex an the City-Preview-Party muss nicht zwangsläufig eine Sex an the City-Preview beinhalten.
Macht nichts, denn mein Aufnahmevermögen ist etwas getrübt. Durch den Sand stöckeln Möchtegern-Carries, die zu fokusieren mir zunehmend Schwierigkeiten bereitet. Ich lasse mich im Sand nieder und beginne, eine Burg zu bauen, während meine Begleiterinnen zum (House- und Loungemusik spielendem) DJ wackeln, und ihn fragen, ob er nicht Coko Jambo auflegen mag.
Während die anderen Gäste in ihren Sesseln lümmeln und überteuerte Drinks schlürfen, tanzen wir, überteuerte Drinks schlürfend, im Sand und bewerfen uns mit selbigem. Wie gut, dass uns niemand kannte.
Erkenntnis 3: Sand ist nur so lange romantisch, bis man ihn in den Ohren, zwischen den Zähnen und in diversen anderen Körperöffnungen hat.
Was daran schuld ist, dass ich heute bei dieser Affenhitze einen mit Blei gefüllten Schädel auf den Schultern trage, ist, dass der Abend dort natürlich nicht endete, sondern, als es mir schließlich gelang, meine beiden Begleiterinnen von diversen Bäumen zu holen und sie daran hinderte, in den Eisbach zu hüpfen, auf Eingangs erwähntem Balkon.
Ich bin mir sicher, all das hätte auch der Sex and the City-Film nicht toppen können.
1 Kommentar
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agnes
am 30. Mai 2008wie der film so ist, berichte ich dann am sonntag.