Klee sind keine Helden
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Diesen Beitrag verbrach Andi am 23. August 2006 |
Bisher bin ich mit Klee nur über das Lied „Die Stadt“ in Berührung gekommen. Dann habe ich die Band wieder vergessen bis ich kürzlich im Media Markt über die CD Zwischen Himmel und Erde gestolpert bin und eingekauft hab.
Ich habs nicht bereut, schon lang war deutsche Musik nicht mehr so gut. Klee hört sich an wie eine Mischung aus Silbermond und Wir sind Helden, findet aber einen Mittelweg zwischen der Schnulzerei ersterer und und dem Krawall zweiterer. Die ganze Scheibe ist erstaunlich „rund“ geraten. Die Lieder, die allesamt vom Suchen, Finden und wieder Verlieren der Liebe handeln, werden von einem stets präsenten melancholischen Grundthema durchzogen, das zwar manchmal mit rockigen Einlagen ergänzt wird, aber nie anders als ernst und getragen daherkommt.
Ein besonderer Augenmerk liegt hierbei auf den Texten, die aus dem Leben gegriffener nicht sein könnten. Diese könnten, für sich alleinstehend, allesamt als Gedichte durchgehen:
deine stille wird zu laut
doch ist alles irgendwie vertraut
es ist schwer mut zu fassen
und doch besser los zu lassen
denn für immer ist nicht ewig
nein für immer ist nicht ewigam ende der liebe
bleibt ein leises hoffen
und die drei worte
fest im herz verschlossenam ende der liebe
bleibt ein leises hoffen
Klee ist eine Band, von der man bestimmt noch hören wird. Zwischen Himmel und Erde ist keine partytaugliche Musik, aber bestens geeignet für lauschige Sommerabende (wenn wir denn noch welche hätten) oder zum Mitsingen im Auto (meinem neuen Autoradio sei Dank).
Anspieltipps:
Für Immer
Die Stadt
Dieser Fehler
Unsere Liebe
Ich Vermiss Dich
Am Ende Der Liebe
Dazu hat noch keiner was gesagt
Schreib auch was!


