Chronik

Die Entstehung und Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach ist eng mit der Entwicklung des Ortes verbunden. In der Zeit um 1870 als in
Bayern die freiwilligen Feuerwehren gegründet wurden, war der Ort Bad Feilnbach mit dem heutigen Ortskern noch nicht vorhanden. Die Ortsteile Lippertskirchen und Jenbach bildeten die politische Grenze.

In Lippertskirchen und Jenbach war je ein Feuerwehrhaus errichtet, in denen fahrbare Handpumpen untergebracht waren.

Die Nachbargemeinde Wiechs arbeitete bei der Brandbekämpfung von Anfang an mit Feilnbach zusammen. Erst 1932, als sich der jetzige Ortskern Bad Feilnbach entwickelte, wurde das zur damaligen Zeit modernste Löschgerät, eine Paul-Ludwig-Motorpumpe angeschafft und im Feuerwehrgerätehaus beim Riesenberger am Osterbach stationiert. Die Pumpe war bis 1967 in Betrieb, bis sie durch die technische Entwicklung endgültig überholt war und ausgemustert wurde. Die gute Qualität und Verarbeitung würde die Einsatzbereitschaft der Pumpe aber noch heute gewährleisten.

Während des 2. Weltkrieges wurden die 15-jährigen Burschen zu einem Katastrophenzug rekrutiert. Nach den nächtlichen Bombenangriffen brachte man sie mit dem Bus zu Lösch- und Aufräumarbeiten nach München. Auch die Paul-Ludwig-Pumpe wurde mit dem damals schnellen Traktor aus Bad Feilnbach, der eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erbrachte, nach München abgerufen. Nach 3 Stunden Anfahrtszeit hatte sich die Löschgruppe beim ,,Auffangkommando in Ramersdorf” zu melden. Meistens brauchte unsere Wehr nicht mehr eingesetzt werden.

Im Lauf des Krieges wurden die freiwilligen Feuerwehren immer mehr von der Organisation des Staates erfasst. Am 11. Mai 1943 kam an die Wehrführer die Anweisung, auch Frauen und Mädchen zum Feuerwehrdienst heranzuziehen. Nach den noch vorhandenen ,,Erfassungslisten” wurden 50 Frauen zur Feilnbacher Wehr einberufen und leisteten zuverlässig ihren Dienst.

Von der schlimmen Kriegszeit zeugen noch heute die langen Listen der gefallenen und vermissten Feuerwehrkameraden, deren wir uns alljährlich am Ostermontag in einem Gedenk-Gottesdienst erinnern.

Nach dem Krieg hatte der Gerätewart Johann Riesenberger riesige Mengen Feuerwehrgerät aus Wehrmachtsbeständen zusammengesammelt. Auf diesem Weg kam unsere Wehr vorübergehend sogar zu einem Tanklöschfahrzeug, das allerdings, nachdem es wieder einsatzbereit gemacht war, an eine Stadtfeuerwehr abgegeben werden musste. Ersatzweise erhielten wir von der Feuerwehr Bad Aibling ein altes Fahrzeug Marke Benz, Baujahr 1920, mit einem 8-Zylinder, 5000 qcm Motor, Geländereifen auf der Hinterachse und Holzfelgen vorne.
Dazu bekamen wir einen Motorspritzen-Anhänger. Da kein Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung stand, verfiel das ohnehin stark abgenutzte Fahrzeug sehr schnell und wurde demontiert. Weiter hatten wir noch eine sogenannte Luftschutzspritze, eine löschwassergekühlte Zweitakt-Pumpe von DKW, die in der Handhabung äußerst problematisch war. Diese Pumpe wurde 1958 gegen eine neuzeitliche TS 8/8 ausgetauscht. Mit einem alten VW-Bus, den die Feuerwehr von der Firma Ettig gekauft und selbst umgebaut hatte, wurde die Pumpe transportiert.

Bei der Gemeinde-Zusammenlegung Feilnbach-Wiechs wurde 1966 eine zweite TS 8/8 angeschafft und 1967 das neue Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße eingeweiht, dessen Planung Ing. Meier aus Tegernsee kostenlos für uns durchführte. Die Gemeinde erwarb im November 1967 aus Ersparnisgründen ein gebrauchtes Magirus Löschgruppenfahrzeug LF 8. Der alte VW-Bus war 1969 so stark verfallen, daß er nicht mehr in Stand gesetzt werden konnte. Wieder kaufte die Feuerwehr einen gebrauchten VW-Bus, Baujahr 1963 und baute ihn in Eigenleistung um. Für den Löscheinsatz in schwierigem Gelände und zum Auspumpen von Kellern wurde 1974 eine Tragkraftspritze TS 2/5 angeschafft.

1974 bot sich die Möglichkeit, einen preisgünstigen Unimog von einer Rundfunkgesellschaft zu erwerben. In über 300 freiwilligen Arbeitsstunden unter Anleitung des Gerätewartes Hauke und durch Verwendung von Spendengeldern, konnte der Veteranen-Unimog, Baujahr 1960, wieder tadellos hergerichtet und umgebaut werden. Das Fahrzeug wurde vom TÜV ohne Beanstandungen abgenommen und steht einem Neufahrzeug kaum nach. Auf diese Leistung sind unsere Kameraden mit Recht stolz. Zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft bei Nacht wurde 1976 ein 2kW Notstromaggregat mit Scheinwerfern und Stativ in Dienst gestellt.

1978 wurde in Bad Feilnbach die Funkalarmierungs-Anlage eingerichtet. Unsere Wehr kann so auch über die Rufnummer 112 von der Feuerwehr Einsatzzentrale in Rosenheim alarmiert werden.

Nach der Gemeinde-Zusammenlegung Dettendorf, Au, Feilnbach und Litzldorf zur Großgemeinde Bad Feilnbach, wurde die Feilnbacher Wehr für den gesamten Gemeindebereich mit 4 schweren Atemschutzgeräten ausgerüstet. Im gleichen Zug erhielt die Freiwillige Feuerwehr Au eine Rettungsschere.

Nachdem der alte VW-Bus nicht mehr einsatzbereit war, bekam die Feilnbacher Wehr 1980 das ersle neue Fahrzeug, einen Mercedes Kombi, der von einer Abordnung der Wehr bei den Ziegelwerken in Gingen am 3. April 1980 abgeholt wurde.

Am 15. Oktober 1984 konnte dann von Dekan Ludwig Penger das TLF 16/25 als Ersatz für den technisch schon veralteten Unimog geweiht und und in den Dienst der Feilnbacher Feuerwehr gestellt werden.

Einen weiteren Beitrag zur technischen Ausrüstung leistete am 12. Dezember 1986 der Feuerwehrverein mit dem Kauf eines Anhängers, der als Schlauch wagen genutzt wurde.

Den derzeitigen Stand der technischen Ausrüstung vervollständigte der Ersatz des schon altersschwachen Magirus LF 8 durch ein neues LF 8/6, ausgerüstet mit einem 600 L Löschwassertank, mit der Fahrzeugweihe durch Pfarrer Aigner am 17. April 1995.

Im April 1997 begannen die Abrissarbeiten am Feuerwehrgerätehaus. Nach ca. 3200 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden war der Rohbau soweit fertiggestellt, dass die Fahrzeuge wieder an ihren angestammten Platz gestellt werden konnten. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Innenraumes waren nochmals um die 3000 Stunden notwendig.
Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr

Diese Inschrift ziert die Feilnbacher Feuerwehrfahne aus dem Jahre 1897.
Von diesem Leitgedanken überzeugt, eilten unsere Wehrmänner den Mitbürgern in vielen Notlagen zur Hilfe.

Große Brände gab es 1936 bei dem Anwesen Lerl in Wiechs und 1938 beim Schmied in Altofing zu denen unsere Wehr gerufen wurde. In dieser Zeit brannte auch am Auerberg der Kaltenbrunnerhof. Die Löschpumpe wurde in einer wohl einmaligen Aktion mit einem VW-Käfer über den schlechten Talhäuslweg hinaufgeschleppt.

Als 1946 der Sterneckerhof in Steinach brannte, musste die schwere eisen bereifte Paul-Ludwig-Pumpe von Hand die ungeteerte Wendelsteinstraße hinaufgezogen werden, da zu dieser Zeit keine Zugmaschine zur Verfügung stand.

Ebenfalls 1946 brannte die Filze beim Gasthof Eulenau. Eine Woche lang war unsere Wehr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Wegen der damals
- im Gegensatz zu heute – oft trockenen Sommer, kam es in der Folgezeit des öfteren zu kleinen Flächenbränden, zu denen die Feilnbacher Wehr gerufen wurde.

Wegen des bereits ausgedehnten Brandes, konnte 1946 beim Anwesen Maier in Gottschalling das Wirtschaftsgebäude nicht mehr gerettet werden.

1958 brannte in der Möbelfabrik Ettig in Feilnbach eine Trockenkammer aus. Dank des schnellen Eingreifens konnte ein Überspringen des Feuers auf andere Gebäudeteile verhindert werden.

Im Januar 1959 wurde die Hilfe der Feuerwehr noch einmal am gleichen Ort benötigt. Die Löscharbeiten wurden jedoch durch tiefen Schnee und eisige Kälte behindert. Die damals eingesetzten Wehrmänner wissen zu berichten, dass das fließende Wasser in den Schlauchleitungen während des Pumpens eingefroren ist. Die Angriffstrupps konnten ihre Standplätze kaum verändern und das rasch umsichgreifende Feuer nicht eindämmen. Das Werk brannte nieder.

Im Winter 1963 brach im Gundel-Sägewerk ein Großfeuer aus. Trotz des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte der Brand nicht mehr aufgehalten werden. Das Anwesen brannte bis auf die Grundmauern nieder

Gerettet werden konnte durch unsere Mithilfe das Wohngebäude des Beckenlehneranwesens in Au. Durch einen Kurzschluss in der elektrischen Anlage geriet im Juli 1967 das Bäcker-Säge-Anwesen in Brand. Ein Arbeiter, der sich im zweiten Stockwerk befand, konnte sich in letzter Minute über den Balkon in Sicherheit bringen. Ein Teil des Wohnhauses wurde gerettet.

Im Filzengebiet Neu-Kreuth entstand am 23. April 1968 ein Wald- und Flächenbrand. Der starke Wind weitete das Feuer schnell aus. Schon nach kurzer Zeit waren ca. 150 Hektar Wald nur noch Aschenboden. Nahezu alle Feuerwehren aus dem Gebiet Neubeuern, Feilnbach und Bad Aibling waren mit insgesamt 400 Mann angerückt. Die Feuerwehren verlegten rund 5000 Meter B- und 1000 Meter C-Schläuche. Die damaligen Landkreise Bad Aibling und Rosenheim hatten Katastrophenalarm ausgelöst. Der Bundesgrenzschutz und die Bundeswehr leisteten mit technischem Gerät und Mannschaft bei dem mehrere Tage anhaltenden Großfeuer ebenfalls notwendige Hilfe.
Am 20. Januar 1969 um 6.00 Uhr wurde Alarm gegeben. Der Berggasthof ,,Talhäusl” brannte. Der direkte Weg war verschneit und unpassierbar. Nach einem Umweg über Leizach war das Gebäude bei unserem Eintreffen bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Völlig zerstört wurde am 07. November 1970 auch das ,,Waldl Anwesen” in Brettschleipfen durch einen Brand, der von den Feuerwehren nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Am 18. Juni 1972 brannte die Florianshütte der Rosenheimer Pfadfinder nieder, bevor unsere Wehr eingreifen konnte.

Ein großer Rauchpilz zeigte am 06. April 1974 von Weitem sichtbar, wieder einen Filzenbrand an. In der Nähe vom Torfwerk-Feilnbach standen Föhrenkulturen in Brand. Nur dank eines neu angelegten Forstweges, der eine Brandschneise bildete, war es möglich das Feuer einzugrenzen und zu löschen.

Um 5.00 Uhr nachmittags wurde der Tag zur Nacht und über Bad Feilnbach ging am 18. August 1974 ein Hagelgewitter in einem noch nie gekannten Ausmaß nieder. Faustgroße Eisbrocken zertrümmerten innerhalb von 10 Minuten Fenster, Dächer, Eternitfassaden, vernichteten Obstbäume und brachten reihenweise Autos zum wirtschaftlichen Totalschaden. Über Tage pumpten unsere Feuerwehrmänner unter Mithilfe der Nachbarwehren Keller aus, errichteten Notdächer und halfen auf dem verwüsteten Campingplatz. Kreisbrandrat Bachmaier hatte die Feuerwehren des gesamten Landkreises zur Hilfeleistung aufgerufen. In den darauffolgenden Tagen bewiesen zahlreiche Feuerwehren in vorbildlicher Manier ihre Hilfsbereitschaft.

Ein schwarzer Freitag für die Fischer schrieb die Lokalpresse, als am 18. Oktober 1974 um 17.00 Uhr ein österreichischer Tanklastzug über die Autobahnbrücke stürzte und sich 10.000 1 Benzin in den angrenzenden Graben ergossen. Die Feuerwehren der näheren Umgebung mussten das durchtränkte Erdreich abtragen und das Wasser reinigen. Der Einsatz dauerte bis zum Morgen.

Der Filzenbrand am 15 April 1976 konnte in einer Tagesarbeit gelöscht werden. Bad Feilnbach hatte eine Wache gestellt, die noch im Torfboden befindlichen Brandnester aufspüren und ausheben musste.

Dank der raschen Alarmierung wurde im Anwesen der Moosmühle am 15. Oktober 1977 der Brand in der Scheune eingedämmt, bevor er auf das stark gefährdete Wohnhaus und die Gastwirtschaft übergreifen konnte. Am 22. Juli 1979 wurden wir zum brennenden Maier-Hof in Gottschalling gerufen. Auch hier konnte der Brand noch gerade rechtzeitig an der Feuermauer zurückgehalten werden.
Am 19. Dezember 1979 unterstützten wir die Auer Feuerwehr beim Großbrand in der Möbelfabrik 3F. Ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude konnte verhindert werden.

Im Januar 1982 war durch anhaltende Regenfälle ein Einsatz schon abzusehen. Am 30. dieses Monats um 10.00 Uhr mussten wir in Richtung Reithof ausrücken. Das überflutete Kellergeschoss musste ausgepumpt werden. Dieser Einsatz war erst am 1. Februar morgens 8.00 Uhr beendet.

Am 22. April 1984 war schon von weitem ein heller Feuerschein über dem Gemeindebereich zu sehen. Die Meldung der Alarmzentrale Rosenheim verhieß nichts Gutes:
Großbrand in der Reithofpark-Klinik. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren stand die Veranstaltungshalle und der Kaminstadl im Vollbrand. Auch der
massive Einsatz der angerückten Ortswehren sowie der Nachbarwehren des Landkreises Rosenheim, konnten nicht verhindern, dass die Halle und der Kaminstadl nieder brannten. Es entstand ein Sach schaden von 4 Mio.€uro.
Am 4. September 1984 wurden wir zum Brande eines Bauernhofes nach Wilharting gerufen. Beim Hoanzn konnte nur noch das Wohnhaus teilweise von den Flammen bewahrt werden.

Brand in der Gaststube der Wendelsteinstube. Fast die gesamten Räumlichkeiten im Erdgeschoss fallen am 11. August 1990 den Flammen zum Opfer.

Fast zu einer Art Dauerbrenner – im wahrsten Sinne des Wortes – entwickelte sich 1992 das Restaurant an der Kreuzstraße, das am 10. März 1992 bis auf die Grundmauern nieder- brannte. Die Nachlöscharbeiten dauerten durch die immer wieder aufflammenden Glutnester vier Tage.

Am 5. August 1992 brannte der Wirtschaftsteil des Woidl-Hofes völlig aus. Das Wohnhaus konnte dank des schnellen Eingreifens der Ortsfeuerwehren gehalten werden.

22. August 1993: Großalarm im Gemeindebereich Bad Feilnbach. Das landwirtschaftliche Anwesen Schmid in Sonnenham steht durch einen vom Blitz schlag verursachten Brand bei Eintreffen der Ortswehren vollständig in Flammen. Es konnte nur noch das Wohnhaus vor den Flammen gerettet werden.

Bei einem verheerenden Unwetter am 30. Mai 1995 wurden zahlreiche Keller im Ortsbereich überschwemmt. Das Ausmaß der Verwüstungen durch die Geröllmassen, die die Bäche ins Tal beförderten, war erst bei Tagesanbruch ersichtlich. Nach drei Tagen durchgehendem Einsatz der Feuerwehr waren alle Keller wieder ausgepumpt.

Die gesamte Hausmeisterwohnung der evangelischen Kirche brannte am 18. Mai 1996 aus. Ein Übergreifen der Flammen auf die Kirche konnte verhindert werden.

Am Ostermontag den 21. April 03 wurde das 130 jährige Gründungsfest und die Fahrzeugweihe des neuen Mehrzweckwagens gefeiert. Nach dem Gedenkgottesdienst segnete Pfarere Aigner das neue Fahrzeug. Die Fahnenabordnung der vier Gemeindewehren, unser Patenverein Litzldorf und die Kronwitter Musi begleiteten uns auf diesen Schritten. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein hielten unser Vorstand Hans Kolb, unser 1. Kommandant Georg Karosser, Kreisbrandinspektor Glaser, Kreisbrandrat Ruhsamer, 1.Bürgermeister Christoph Rastinger und unser VW-Verkäufer Herr Voitek vom Volkswagenzentrum Rosenheim eine Ansprache. Mit Weiswürste, Kaffee und Kuchen und einer Brotzeit ließen wir den Festtag gemütlich ausklingen.
Am Montag den 28. April wurde der neue 11/1er dann komplett einsatzbereit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach übergeben. Nach Abnahme des Fahrzeuges wurde noch gemütlich bei einer kleinen Brotzeit und einem Fasserl Bier das neue MZW gefeiert. Sicherheitshalber lies sich der VW-Verkäufer von seiner Frau abholen (super: dont drink and drive). Mit seiner Caritas-Pflegerin wurde nach netten Gesprächen und “De Feilnbegga san doch alle a bissal verruggd” der griabige Abend mit einer Kostprobe aus dem Geschenk des Patenvereins geschlossen.

Am 27.6.03 fand wieder der mittlerweile traditionelle Nachtflohmarkt mit Strassenfest in der Bahnhofstrasse statt. Trotz des nicht idealem Wetters kamen wieder hunderte Standler und sehr viele Besucher und feierten mit uns ein super Fest.

Der Verein
Schon einige Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach schlossen sich die Mitglieder zu einem Verein zusammen. Gemeinsam mit dem Krankenunterstützungsverein Feilnbach weihten sie 1897 eine Fahne. Die Vereinsmitglieder hatten einen für die damaligen Verhältnisse hohen Beitrag von 50 Pfennig jährlich zu bezahlen. Ihre Familien erhielten im Krankheits- oder Todesfalle eine Unterstützung aus der Vereinskasse.

Gott zur Eh r’, dem Nächsten zur Wehr. Einer für Alle, Alle für Einen lautet der Wahlspruch auf der Fahne.
Dieser starke Schutzbund bewährte sich durch viele Jahre. Die staatliche Sozialversicherung zum Schutz des Einzelnen vor schwerer Not entwickelte sich immer besser. Der Krankenunterstützungsverein Feilnbach wurde deshalb 1933 vom Feuerwehrverein getrennt und aufgelöst.

Leider gingen der Feuerwehr durch die beiden Weltkriege die meisten geschichtlichen Unterlagen verloren. Jakob Grasl begann 1963 als Schriftführer die Vereinsgeschichte wieder aufzuschreiben.

Seit einigen Jahren entwickelt die Feuerwehr ein reges Vereinsleben. Alljährlich findet ein Feuerwehrausflug statt.

2 Jahre nach dem offiziellen Datum beging unsere Feuerwehr am 10. August 1975 ihr 100-jähriges Gründungsfest. Unter Mitwirkung aller Ortsvereine und zahlreichen Feuerwehren, sogar einiger Wehren aus Tirol, wurde das Fest bei einem Bilderbuchwetter zu einem großen Erfolg. Die Spendenaufrufe an die Gemeindebürger brachten ein überraschend gutes Ergebnis. Mit dem Geld konnte inzwischen die Ausrüstung weiter modernisiert werden.

Ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehrmänner, eine neue Fahne zu weihen, ging 1980 dank der großzügigen Spende eines Gemeindebürgers in Erfüllung. Die Nachbarwehr Litzldorf, mit der wir schon seit langer Zeit sehr gut zusammenarbeiten, entsprach am 12. Januar 1980 unserer Bitte und wurde Patenverein. Am 17. August 1980 gaben sich schließlich 50 Feuerwehren, sowie alle Vereine des Gemeindebereiches zur Fahnenweihe die Ehre. Bei wolkenverhangenem Himmel setzte sich der Kirchenzug in Bewegung. Kaum hatten die ersten Teilnehmer den Kirchplatz am Riesenfeld erreicht, begann es in Strömen zu regnen. Fluchtartig traten alle wieder den Rückzug in Richtung Festzeit beim Kistlerwirt an. Nachdem die Fahne bereits vom hl. Petrus eine Nottaufe erhalten hatte, nahm geistlicher Rat Penger im Festzeit die kirchliche Segnung vor. An einen Festzug war nicht mehr zu denken.
Am 6. und 7. Juli 1984 wurde erstmalig das Bierfest vor dem Feuerwehrgerätehaus veranstaltet. Es ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Feilnbacher Veranstaltungs-Programm.
Am 12. April 1993 feierten wir zusammen mit den Kameraden unseres Patenvereins Litzldorf das 120-jährige Bestehen unserer Wehr. Nach einem Gedenkgottesdienst traf man sich im Feuerwehrhaus zu einem gemütlichen Beisammensein umrahmt von der Feilnbacher Musi.

Am 20. August 1993 veranstaltet unsere Feuerwehr erstmalig ein Open Air mit der Eabach Säsch’n an der Moosmühle. Dank guter Vorbereitung und herrlichem Wetter konnten ca. 2500 Besucher ein eindrucksvolles Fest erleben. Die Open Airs 1994 und 1995 konnten wegen der schlechten Witterung nicht an den Erfolg der ersten Veranstaltung anknüpfen. Dem Wetter zum Trotz wurde kurzentschlossen ein Festzelt aufgestellt, damit die abgehärteten Besucher, die wider Erwarten heranströmten, trocken bis in die Morgenstunden feiern konnten.
Zu einer Bereicherung unseres Bierfestes wurde der am 29. Juni 1996 erstmalig veranstaltete Nachtflohmarkt. Der Erfolg setzte sich am 28. Juni 1997 beim 2. Nachtflohmarkt durch steigende Stand- und Besucherzahlen fort. Mittlerweile ist dieser Nachtflohmarkt die größere Atraktion als das Strassenfest. Besucher aus ganz Deutschland besuchen ihn jährlich.

Unabhängig von den ca. 6000 unentgeltlich geleisteten Arbeitstunden beim Umbau des Feuerwehrhauses konnten u.a.- mit den aus vielen Veranstaltungen erwirtschafteten Geldern beim Innenausbau das Florianstüber und die Teeküche finanziert werden.
In besonderer Weise dienen aber innerhalb des Jahreskreises alle Veranstaltungen des Vereins der Förderung von Kameradschaft und der Festigung des Gefühls der Zusammengehörigkeit.